Langeoog (friesisch lange = lange, oog = Insel, also lange Insel)

Wappen-Langeoog
ist eine der Ostfriesischen Inseln im Nordwesten Deutschlands, die dem Festland des Bundeslandes Niedersachsen zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht vorgelagert sind. Nachbarinseln sind Spiekeroog im Osten und Baltrum im Westen. Langeoog gehört als Einheitsgemeinde zum Landkreis Wittmund. 1691 Einheimische haben ihren ständigen Wohnsitz auf Langeoog (Stand 31.12.2012). Hinzu kommen rund 200.000 Badegäste pro Jahr. Vor allem im Sommer besuchen zahlreiche Gäste die Insel, um an den insgesamt 14 km langen Stränden mit weitläufigem Dünengelände ihren Urlaub, meist in Ferienwohnungen, Hotels oder Pensionen, zu verbringen. Die einzelnen Strandabschnitte sind dabei hinsichtlich der Nutzungsarten zumindest teilweise ausdrücklich bezeichnet. So existieren im Bereich des Badestrands mehrere als Nichtraucherstrand deklarierte Zonen, in denen das Rauchen untersagt ist. Weitere Bezeichnungen sind etwa Jugendstrand, Surfstrand, Hundestrand, Sportstrand und Drachenstrand.

   Langeoog hat eine Fläche von rund 20 Quadratkilometer und einen etwa 14 Kilometer langen Sandstrand. Dem Strand schließt sich eine Dünenlandschaft mit bis zu 20 m hohen Dünen an. Unter den ostfriesischen Inseln nimmt Langeoog die Besonderheit ein, dass sie die einzige Insel ist, die bisher ohne seeseitige Küstenschutzbauwerke auskommt. Obwohl Langeoog vom Salzwasser der Nordsee umgeben ist, befindet sich im Sediment unterhalb des Inselkerns ein Süßwasservorkommen, das je nach Dünenhöhe unterschiedlich groß ist. Das Vorkommen in Form einer mächtigen Süßwasserlinse ist seit mehreren Jahren stark gefährdet, da die Sturmfluten im Winter die Schutzdünen nördlich des Pirolatals immer mehr abbrechen lassen.

Luftaufnahme Langeoog   Im Jahr 1830 begann mit dem ersten Badegast, dem Amtsrichter Vangerow aus Aurich, die touristische Entwicklung der Insel. Ab diesem Jahr bestand auch erstmals eine regelmäßige Fährverbindung zum Festland. Der 1909 erbaute Wasserturm Langeoog ist das Wahrzeichen der Insel und kann während der Sommersaison bestiegen werden. Zu seinem 100-jährigen Bestehen 2009 wurde er aufwändig renoviert. Von oben hat man eine Aussicht über das Dorf und die Dünen, die das Dorf vom Strand trennen. Die Insel ist nahezu frei vom Verkehr mit Verbrennungsmotoren. Erlaubt sind nur Fahrräder, Pferdefuhrwerke, Elektrofahrzeuge für Gewerbetreibende und einige Transportfahrzeuge der Inselgemeinde. Nur Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr setzen Fahrzeuge mit Otto- bzw. Dieselmotoren ein, außerdem dürfen Traktoren und Baumaschinen fahren. Die Insel verfügt über einen Fährhafen, den die inseleigene Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog von Bensersiel aus anfährt, von dem aus in der Saison aber auch touristische Tagesfahrten nach Norderney, Spiekeroog oder Wangerooge durchgeführt werden. Der Flugplatz Langeoog liegt etwa 500 Meter südöstlich des Inselbahnhofs. Er wird regelmäßig von der in Wittmund ansässigen Fluggesellschaft Luftverkehr Friesland Harle angeflogen. Die Inselbahn Langeoog verbindet den Fährhafen mit dem Ortskern. Die Fahrzeit für die 2,5 Kilometer vom Hafen zum Inseldorf beträgt etwa sieben Minuten.


   Langeoog ist durch zwei 50 mm² starke Kupferkabel, die durch das Watt entlang der Fahrrinne führen und mit Kabelbojen markiert sind, mit dem Festland verbunden und damit an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen. Dies ist seit 1923 der Fall. Die Wasserversorgung wird ausschließlich über das auf der Insel in der Süßwasserlinse vorhandene Wasservorkommen gedeckt, auch aus diesem Grund werden die Schutzdünen entlang des Pirolatals regelmäßig verstärkt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Langeoog

 

Nordseeinsel Baltrum Baltrum ist eine deutsche Insel in der südlichen Nordsee. Sie gehört zur Inselkette der Ostfriesische Inseln und ist der Ostfriesischen Halbinsel vorgelagert. Die Insel hat eine Länge von fünf Kilometern und eine Breite von bis zu 1,4 Kilometern. Die Fläche beträgt derzeit rund 6,5 Quadratkilometer. Sie ist damit die flächenmäßig kleinste der sieben dauerhaft bewohnten Ostfriesischen Inseln. Die geringste Entfernung zum Festland beträgt rund 4,5 Kilometer.


Im Westen wird Baltrum durch das Seegatt Wichter Ee von Norderney und im Osten durch das Seegatt Accumer Ee von Langeoog getrennt. Die höchste Erhebung der Insel ist eine in der Inselmitte befindliche Aussichtsdüne mit 19,3 m ü. NN. Teile der Insel und das Wattenmeer um die Insel gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.


Der besiedelte Teil im Nordwesten der Insel besteht aus drei Teilen, dem „Westdorf“, dem „Ostdorf“ und dem „alten Ostdorf“. Baltrum verfügt über einen Fährhafen, ein Flugfeld und verschiedene Fremdenverkehrseinrichtungen.


Die Gezeiten, die Strömungen, die Wellen und der Wind bewirkten im Laufe der Zeit große Veränderungen an der Insel Baltrum. Wie auf allen ostfriesischen Inseln wandert der Sand der Strände mit der vorherrschenden Windrichtung von West nach Ost. So lag das Westende von Baltrum um 1650 noch rund 4,5 Kilometer westlicher und damit an einer Stelle, an der sich heute der Ostteil der Nachbarinsel Norderney befindet. Das Ostende der Insel verschob sich in dieser Zeit aufgrund des im Osten liegenden Seegatts Accumer Ee nur um rund 1,4 Kilometer. Effektiv verlor die Insel also mehrere Kilometer Länge. Bereits mehrmals mussten Kirchbauten aufgrund der starken Landverluste versetzt werden. Seit 1872/1873 versucht der Mensch die Landverluste mit gezielten Küstensicherungsmaßnahmen aufzuhalten. Zu diesem Zweck sind auf der Insel 14 Buhnen (Buhne A bis M) gebaut worden. Der Westkopf der Insel zwischen Buhne B und D wird zusätzlich durch eine im Verhältnis 1:4 geneigte Schrägdeckwerkskonstruktion aus schweren Wasserbausteinen geschützt, die im oberen Teil auch als Promenade mit zwei Wandelbahnen genutzt wird. Im Bereich der Buhne B und E bis N schließt sich ein weiteres Schrägdeckwerk mit Berme an. Trotzdem verursachen die Sturmfluten in den Wintermonaten immer wieder erhebliche Schäden.


Auf Baltrum existiert kein Fahrradverleih; die Touristen werden gebeten, keine Fahrräder mit auf die Insel zu bringen. Den „ÖPNV“ übernehmen die ansässigen Kutschfahrer mit ihren Taxikutschen. Geschäfte und Restaurants werden mit Pferd und Wagen beliefert. Touristen transportieren ihr Gepäck mit einer „Wippe“ (Handwagen) oder einem Bollerwagen der Gastgeber, oder lassen sich und ihr Gepäck mit der Pferdekutsche transportieren. Als Folge des Ausschlusses von motorisiertem Individualverkehr kann auf die sonst übliche Unterscheidung der Flächen für fließenden und ruhenden Verkehr weitgehend verzichtet werden.


Zu Fuß kann Baltrum bei Niedrigwasser vom Hafen Neßmersiel aus per geführter Wanderung in rund zweieinhalb Stunden durch das Watt zum Hafen Baltrum erreicht werden.


http://de.wikipedia.org/wiki/Baltrum

Leuchturm NorderneyNorderney ist eine der Ostfriesischen Inseln, die im Nordwesten Deutschlands in der Deutschen Bucht nahezu auf Meeresspiegel (5 m ü. NN) liegen. Norderney erstreckt sich bei einer Gesamtfläche von 26,29 Quadratkilometern in einer Länge von rund 14 Kilometern in Ost-West-Richtung. Auf der gesamten Nordseite der Insel erstreckt sich ein Sandstrand von rund 14 Kilometer Länge, der im Stadtgebiet von einem Inseldeckwerk gesäumt ist, das zum Schutz der Insel vor Hochwasser und Sturmfluten und als Fußgängerpromenade dient. Die im westlichen Teil gelegene Stadt heißt ebenfalls Norderney und ist im Vergleich die städtischste der sieben ostfriesischen Inselgemeinden. Mehrere Bereiche in der Inselmitte sowie der gesamte östliche Teil Norderneys, insgesamt 85 Prozent der Inselfläche, gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.


Norderney ist wie die anderen Ostfriesischen Inseln nicht aus der Landmasse entstanden, sondern eine Düneninsel, die mit der Zeit aus von der Meeresströmung angespültem Sand gewachsen ist. Die ursprüngliche Inselfläche war daher karg und arm an Vegetation. Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich durch Wind und Erosion mehrere Dünenketten, die nach und nach von Pflanzen bewuchert wurden. Insgesamt gibt es auf Norderney über 500 verschiedene Pflanzenarten. Durch Aufforstungen im heutigen Stadtgebiet Norderneys entstanden ab dem 18. Jahrhundert kleinere künstliche Waldgebiete, die eine Gesamtgröße von 50 Hektar haben. Zusammen mit den 30 Hektar natürlichem Waldbestand der Insel besitzt Norderney neben der Insel Borkum die größte Waldungsfläche auf den Ostfriesischen Inseln.


Die Tierwelt der Insel und des angrenzenden Wattenmeeres ist vor allem aus ornithologischer Sicht sehr artenreich. Während der Zeit des Vogelzugs rasten große Schwärme von Zugvögeln vor allem im östlichen Teil der Insel. Das Wattenmeer dient den Vogelschwärmen dabei als reichhaltige Nahrungsquelle und die Insel als Brutgebiet. Insgesamt brüten rund 95 Vogelarten auf Norderney. Neben dem Fasan und einigen auf der Insel lebenden Rehen sind in den Dünen und teilweise mitten in der Stadt verwilderte Kaninchen zu beobachten, deren Vorfahren um 1620 zum Jagdvergnügen der Inselvögte auf der Insel ausgesetzt wurden. Mit dem Seehund und der Kegelrobbe gibt es zwei Säugetierarten, die im Norderneyer Wattenmeer zu beobachten sind.


Das Beherbergungs- und Gaststättengewerbe ist vom Beginn des 19. Jahrhunderts an und vor allem seit der Zeit der preußischen Herrschaft in den 1870er Jahren die Haupteinnahmequelle und die Existenzgrundlage eines Großteils der Inselbewohner. Seit seiner Gründung als erstes deutsches Nordseebad im Jahre 1797 wurde Norderney von einer Vielzahl bekannter und berühmter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben besucht. Darunter befanden sich unter anderem Staatsoberhäupter, weshalb die Insel noch heute als Königin der Nordsee oder St. Moritz des Nordens bezeichnet wird.


Der Große Norderneyer Leuchtturm (Foto) wurde am 1. Oktober 1874 als festes Schifffahrtszeichen der Insel Norderney eingeweiht und ist seitdem das einzige aktive Seefeuer auf der Insel.


http://de.wikipedia.org/wiki/Norderney

Leuchtturm JuistDie Nordseeinsel Juist ist eine der ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer und liegt zwischen Borkum und Norderney. Die Insel hat eine Länge von 17 Kilometer und ist damit die längste der Ostfriesischen Inseln. Die maximale Breite beträgt 900 Meter, die minimale nur 500 Meter. Juist gehört als Einheitsgemeinde zum Landkreis Aurich in Niedersachsen und hat 1772 Einwohner. Auf der Insel gibt es zwei Orte: den Hauptort Juist (unterteilt in Westdorf und Ostdorf) und das Loog.


Das Klima der Insel Juist unterliegt dem direkten Einfluss der Nordsee und liegt damit im Bereich eines gemäßigten, sommerkühlen und vom Golfstrom beeinflussten Seeklimas. Aufgrund der ausgleichenden Wirkung der Nordsee herrschen insgesamt geringere tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Durchschnitt sind die Temperaturen auf der Insel im Sommer kühler und im Winter milder als die auf dem Festland gemessenen Werte. Mit 1.983 Sonnenstunden war die Insel Juist 2010 der sonnigste Ort Deutschlands.


Eine naturkundliche Besonderheit ist das Naturdenkmal „Hammersee“, der größte Süßwassersee auf einer Nordseeinsel. Das Binnengewässer findet sich im westlichen Drittel des langen, schmalen Inselkörpers. Der Name des Sees deutet auf seinen Ursprung hin. „Hammer“, vom ostfriesischen Wort „Hamrig“, ist eine gemeinschaftlich genutzte Weidefläche (vgl. Alm in den Alpen). Der See ist durch die Überflutung einer solchen Hamrig-Weide entstanden.


Infolge der Petriflut von 1651 war die Insel zunächst in zwei Teile getrennt. Um das Jahr 1770 wurde damit begonnen, den etwa zwei Kilometer breiten Durchbruch zuerst an der Südseite zuzuschütten, was 1877 beendet war. Erst ab 1928 wurde die zur See liegende Nordseite mit einem Sanddamm geschlossen. Bei einer Sturmflut brach das Wasser 1932 durch den nördlichen Deich, überflutete das Gelände dahinter und floss nicht mehr ab.


DEU JuistIm Laufe der Zeit ging der Salzgehalt im Hammersee zurück – heute ist es ein leicht brackiger Süßwassersee mit Schilfröhricht, umgeben von Dünenketten. Der Hammersee unterliegt einer ständigen Verlandung.


Er ist ein wichtiges Nahrungs- und Rastgebiet für Insekten und Vögel. Durch den ihn umgebenden Wald- und Schilfgürtel stellt der Hammersee ein relativ störungsarmes Gebiet mit reichhaltigem Nahrungs- und vor allem Süßwasserangebot dar. Für Menschen ist er nur an wenigen Stellen zugänglich. Die heutige offene Wasserfläche beträgt noch 17,3 Hektar; einschließlich der Verlandungszonen umfasst das Feuchtgebiet über 35 Hektar. Seine Tiefe beträgt im Mittel rund 1 Meter.


Mehr Info unter http://de.wikipedia.org/wiki/Juist

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