Wenn die Spatzen schimpfend in der Hecke sitzen oder auf einen Schlag alles ruhig wird dort draußen, dann lauert wahrscheinlich der Turmfalke irgendwo auf Beute. Immer wieder können wir den kleinen Greifvogel hier am Haus beobachten. Oft saust er von seinem Beobachtungsposten in der Birke hinunter in Richtung Futterhaus - letzte Woche ist er sogar darin gelandet! Immer voller Hoffnung, einen der Spatzen, Finken oder Meisen zu ergattern. Damit die Elstern die anderen Vögel in Ruhe lassen, hatte ich im letzten harten Winter die ungekochten Abschnitte eines Rinderbratens ausgelegt. Statt der Elstern kam dann dieser Turmfalke, den ich schon im Sommer oft bei seinen akrobatischen Flugkünsten beobachtet hatte. Er ließ sich richtig Zeit beim Verspeisen dieser "Beute" und so konnten wir allerhand Fotos machen!

Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist nach dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel in Mitteleuropa. Vielen ist der Falke vertraut, da er sich auch Städte als Lebensraum erobert hat und oft beim Rüttelflug zu beobachten ist. Er war Vogel des Jahres 2007 in Deutschland.

Turmfalken zeigen in ihrem Gefieder einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal zwischen männlichen und weiblichen Turmfalken ist die Kopffärbung. Bei Männchen ist der Kopf hellgrau, während Weibchen einheitlich rotbraun gefärbt sind. Männchen haben außerdem auf ihrem rotbraunen Rücken kleine schwarze und zum Teil rautenförmige Flecken. Ihre Oberschwanzdecken sowie der Hinterrücken und die Schwanzfedern – der so genannte Stoß – sind gleichfalls hellgrau. Das Stoßende weist eine deutliche schwarze Endbinde mit einem weißen Saum auf. Die Unterseite ist hell cremefarben und nur sehr leicht bräunlich gefleckt oder gestreift. Der Unterbauch und die Unterflügeldecken sind fast weiß.

Das ausgewachsene Weibchen ist am Rücken dunkel quer gebändert. Im Unterschied zum Männchen ist außerdem auch der Stoß braun und zeigt zudem mehrere Querstreifen und eine deutliche Endbinde. Auch die Unterseite ist dunkler als beim Männchen und weist eine stärkere Fleckung auf. Jungvögel gleichen in ihrem Gefieder den Weibchen. Allerdings wirken ihre Flügel runder und kürzer als bei adulten Turmfalken. Außerdem weisen die Spitzen der Handschwingen hellere Säume auf. Wachshaut und Augenring, die bei ausgewachsenen Vögeln gelb sind, sind bei Jungvögeln hellblau bis grüngelblich.

Bei beiden Geschlechtern ist der Schwanz abgerundet, da die äußeren Schwanzfedern kürzer als die mittleren Schwanzfedern sind. Bei ausgewachsenen Vögeln erreichen die Flügelspitzen das Schwanzende. Die Beine sind sattgelb, die Krallen sind schwarz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Turmfalke
European HedgehogJeden Abend kommen wenigstens zwei Igel vorbei, um sich an den Resten des Futters und der Meisenknödel gütlich zu tun. Die Hunde ärgert´s, dass die so gemütlich schmatzen und sich nicht lange stören lassen - ist doch dazwischen ein schützender Elektrodraht gespannt! Ich liebe Igel und wir haben schon so manches schwächelnde Jungtier mit Katzenfutter unterstützt, damit es für den Winterschlaf noch genug Speck auf die Rippen bekam! Wenn ich jetzt abends noch mal mit dem Auto unterwegs bin, fahre ich extra umsichtig, da die Tiere beim Herannahen des Autos oft mitten in der Bewegung verharren oder sich zusammenrollen. So finden sich leider derzeit recht viele "Unfallopfer" am Straßenrand. Also... fahrt bitte nicht so schnell - denkt an die Igel!

Wird in Europa vom Igel gesprochen, ist meist die Art Braunbrustigel (Erinaceus europaeus), auch Westeuropäischer Igel gemeint. Von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild ist der Igel zum „Tier des Jahres 2009“ gewählt worden.

Wie alle Stacheligel ist auch der Braunbrustigel ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger. Den Tag verschläft der Igel in einem Nest, um in der Dämmerung und Nacht auf Nahrungssuche zu gehen. Beim Erkunden der Umgebung geben Braunbrustigel meist nur leise Schnauf- und Niesgeräusche von sich. Dies ist meist noch von einem Rascheln begleitet, wenn sie sich durch das Unterholz bewegen. Manchmal sind zusätzlich Schmatz- und Knackgeräusche zu hören, die darauf hinweisen, dass der Igel etwas zu fressen gefunden hat. Die Hauptnahrung des Braunbrustigels besteht vorwiegend aus Insekten, darunter Käfer wie die Laufkäfer, Ohrwürmer, Schmetterlingsraupen, sowie Tausendfüßer und Regenwürmer. Der Braunbrustigel frisst auch Säugetiere wie Mäuse, Spitz- und Wühlmäuse und Maulwürfe. Es handelt sich dabei meist um nestjunge, noch blinde Tiere, die der Igel auf seinen nächtlichen Suchgängen findet. Vogeleier und -küken stellen während der Brutsaison einen wichtigen Anteil der Nahrung dar.

Ein ausgewachsener zweijähriger Braunbrustigel erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 22 bis 30 Zentimetern. Das Körpergewicht schwankt in Abhängigkeit vom Lebensalter des jeweiligen Tieres und der Jahreszeit. Braunbrustigel, die ihr erstes Lebensjahr vollendet haben, wiegen in der Regel zwischen 450 und 700 Gramm. Braunbrustigel, die im Spätsommer mehr wiegen als dies, sind in der Regel älter. Sie können mehr als 1.500 Gramm wiegen, weil sie Fettreserven für das Winterhalbjahr aufbauen. Im Frühjahr, wenn die Fettreserven durch den Winterschlaf dagegen aufgebraucht sind, wiegen auch ältere Igel gelegentlich nur noch 350 Gramm.

Auffälligstes Merkmal des Braunbrustigels sind die Stacheln, die die Kopfoberseite und den Rücken bedecken. Die „Lebensdauer“ eines einzelnen Stachels liegt zwischen zwölf und achtzehn Monaten, bevor er ausfällt und ein neuer nachwächst. Braunbrustigel haben kurze Gliedmaßen, wobei die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine sind. Sie sind Sohlengänger, die die gesamte Fußfläche bei der Fortbewegung aufsetzen. Der Kopf des Braunbrustigels ist mit einer langen, beweglichen Schnauze versehen. Wie bei vielen Insektenfressern ist das Gebiss kräftig entwickelt. Die Augen sind rund und klein, die Ohren sind mit einer Länge von einem Zentimeter ebenfalls klein und fast völlig im Fell verborgen. Bei der Nahrungssuche verlassen sich Braunbrustigel vorrangig auf ihren Geruchssinn, wobei das Jacobson-Organ ihnen zusätzlich bei der Witterung von Beute oder Feinden hilft. Auch das Gehör ist gut entwickelt.

Allein in Deutschland werden aber Jahr für Jahr etwa eine halbe Million Igel im Straßenverkehr totgefahren, was auf hohe Bestandszahlen hinweist. In Deutschland haben jedoch sechs von insgesamt 16 Bundesländern den Igel als eine gefährdete Tierart eingestuft.

http://de.wikipedia.org/wiki/Braunbrustigel
bar

Der Große Brachvogel Der Große Brachvogel  (Numenius arquata)

ist eine Vogelart aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae). Es werden zwei Unterarten unterschieden. Die Nominatform ist in Mitteleuropa ein zunehmend seltener Brut- und Sommervogel. Er ist während der Zugzeiten ein regelmäßiger Durchzügler und Rastvögel, der gebietsweise auch überwintert.

Erscheinungsbild adulter Vögel
Der Große Brachvogel ist etwa 50 bis 60 cm lang und wiegt zwischen 600 und 1000 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt 80 bis 100 cm. Die Vögel sind die größten Watvögel, und sie sind in Europa die häufigsten Brachvögel. Charakteristisches Kennzeichen des Großen Brachvogels ist der lange und stark nach unten gekrümmte Schnabel. Das Weibchen ist etwas größer als das Männchen und hat einen deutlich stärker gebogenen und längeren Schnabel. Ansonsten sehen die Geschlechter gleich aus.
Große Brachvögel sind eher unscheinbar gefärbt. Der Kopf, der Hals, die Brust die Körperoberseite sind fahl beigebraun mit dunklen Streifen und Flecken. Die Wangen sind dunkel gestrichelt und kontrastieren dadurch mit dem hellen Kinn- und Kehlfleck. Die Brust ist etwas kräftiger gestreift und wird zum Bauch hin heller. Im Flug wird der weiße Bürzel sichtbar, der mit dem weißen Rücken einen weißen Keil bildet.

Weiterlesen: Der Große Brachvogel

Der Austernfischer
Der Austernfischer
(Haematopus ostralegus)

ist einer der charakteristischsten Vögel der Nordseeküste. Er gehört zur Ordnung der Wat-, Möwen- und Alkenvögel (Charadriiformes) und zur Gattung der Austernfischer. Seine größte Verbreitung in Europa hat er im Wattenmeer und dem küstennahen Binnenland der Nordsee, wo er auch die scherzhafte Bezeichnung Halligstorch trägt.

Ausgewachsene Austernfischer erreichen eine Körperlänge von 40 bis 45 Zentimetern und sind damit in etwa so groß wie Krähen. Einen Monat nach dem Flüggewerden leben noch 16 Prozent der geschlüpften Jungen. Das Durchschnittsalter der Austernfischer beträgt 14 bis 15 Jahre. In Gefangenschaft können die Austernfischer über 30 Jahre alt werden. Den Rekord bisher hält jedoch ein Tier, das 1993 tot aufgefunden wurde. Dessen Beringung aus dem Jahr 1949 in den Niederlanden zeigt ein stolzes Alter von 44 Jahren.

Austernfischer sind sehr ruffreudige Vögel. Das laute und schrille quiéwiehp ist der für sie typische Kontaktruf.
Der Austernfischer zeigt eine nahrungsbedingte starke Bindung an die unter Gezeiteneinfluss stehende Küste. Er bevorzugt deshalb flache Meeresküsten und Inseln, Mündungsgebiete von Strömen und Flüssen. In den Niederlanden, im Nordwesten Deutschlands und teilweise auch in Großbritannien ist er aber auch während der Brutzeit auf Feldern und kurzrasigen Wiesen anzutreffen. Hier brütet er bevorzugt an Seen oder breiten Flüssen mit Kiesufern. Auch Baggerseen in Kiesgruben passen in sein Habitatschema.
An der Küste ist die Aktivität der Austernfischer ausgesprochen tideabhängig – die Tiere sind somit tag- und nachtaktiv. Ohne den Einfluss der Gezeiten sind sie im Binnenland tagaktiv.

An der Küste ernähren sich die Austernfischer in erster Linie von Muscheln, Borstenwürmern, Krebsen und Insekten. Zu den Muschelarten, die einen großen Teil seiner Ernährung ausmachen, zählen vor allem Herz-, Mies- und Baltische Plattmuscheln. Sie fressen außerdem auch Napf-, Strand- und Wellhornschnecken. Im Binnenland stellt der Regenwurm die Hauptnahrung des Austernfischers dar.

Austernfischer schwimmen gut und durchaus häufig. Trupps von mehreren Tieren sind schon in weiter Ferne vom Festland beobachtet worden. Wahrscheinlich ruhen die Vögel bei Hochwasser in dunklen Nächten auf dem Wasser.

http://de.wikipedia.org/wiki/Austernfischer

 
WeisswangengansDie Weißwangengans - Branta leucopsis

wegen des Kontrastes zwischen weißem Gesicht zum schwarzen Scheitel, Nacken und Hals, der an die traditionelle Tracht katholischer Nonnen erinnert, auch als Nonnengans bezeichnet, ist eine Art der Gattung Meergänse (Branta) in der Familie der Entenvögel (Anatidae).

Die Weißwangengans brütete früher ausschließlich an der russischen Eismeerküste. Seit den 1970er Jahren hat sie auch den Ostseeraum besiedelt und zählt mittlerweile auch zu den Brutvögeln Mitteleuropas. Sie ist nach wie vor jedoch überwiegend ein Wintergast, der meist als Einzelvogel oder in kleinen Trupps in Gesellschaft von Saat- und Blässgänsen beobachtet werden kann. Zu den Merkmalen dieser Gänseart zählt eine enge Bindung an die Meeresküsten, die besonders im Winter ausgeprägt ist sowie das Brüten in Kolonien unterschiedlicher Größe auf Felsvorsprüngen an der Meeresküste und an Flüssen.

Die Weißwangengans ist mit einer Größe von 58 bis 69 Zentimetern eine mittelgroße Gans; ihr Gewicht beträgt etwa 1,5 bis 2 Kilogramm. Typische Merkmale sind das weiße Gesicht und die weiße Stirn; Schnabel und Hals sind schwarz. Die Körperunterseite ist silbrigweiß. Die Flügel sind schwarzweiß quergebändert. Auffallend sind außerdem der verhältnismäßig kurze, rund wirkende Hals und Schnabel. Beide Geschlechter sind farbgleich.

Weißwangengänse sind sehr stimmfreudig. Ihr Ruf ist überwiegend ein einzelner schriller und einsilbiger Ruf, der bellend wirkt. Fliegen Weißwangengänse auf, so ist als Instrumentallaut ein schnarrendes Schwingengeräusch zu hören.

Die Weißwangengans ist ein Zugvogel, der für gewöhnlich im Winter nach Süden zieht. Die Wanderungsrouten der Weißwangengans sind nicht genetisch fixiert, sondern werden in den verschiedenen Teilpopulationen tradiert. Abgesehen von Paarungs- und Brutzeit leben Weißwangengänse in großen Schwärmen.

Weißwangengänse leben vor allem von kurzem Gras. Sie bevorzugen beim Äsen unter anderem Andel und Queller, also Pflanzen, die in Salz- und Brackwasserwiesen heimisch sind. Sie fressen aber auch die Knospen, Blätter und Kätzchen von Weiden. Ein beträchtlicher Teil der Nahrung besteht auch aus tierischen Lebewesen wie verschiedenen Crustaceen, Wasserinsekten und wahrscheinlich auch Mollusken.

http://de.wikipedia.org/wiki/Weißwangengans

bar

Weitere Beiträge...

  1. Der Graureiher
  2. Das Reh

Translator

German Chinese (Simplified) Danish Dutch English French Italian Japanese Polish Spanish Swedish Turkish

Be an Am Wasser Fan